Verabschieden „ihren“ Jürgen Rduch (Mitte).
Die Duisburger adhoc-Personaldisponentin Sabrina Cuccu und Disponent Jörg Fiefhaus

Es war das große Los

Übernahme für Jürgen Rduch

„Ja, ich bin stolz drauf!“, sagt Jürgen Rduch dazu, dass er Mitarbeiter des Monats geworden ist. Ein unvorhersehbarer Gütestempel seiner Zeit hier in Duisburg, wo er immer einen Top-Job abliefert. Der 55-jährige Staplerfahrer kam vor weit über vier Jahren zu adhoc – nach einem großen Knall, wie er sagt: „Meine damalige Zeitarbeitsfirma hat leider für mich wichtige Dokumente verschwinden lassen!“ Doch er hat Glück im Unglück: „Mein Teamleiter beim Kunden, wo ich damals eingesetzt war, hat mich dann zu adhoc vermittelt, als er von der Sache hörte.“ Sein neues Berufs-Umfeld lässt den Hochregal-Staplerfahrer nun viel freier atmen. So frei, dass er sich praktisch festkettet: „Ich hatte in den Jahren schon zwei Übernahme-Angebote von Kundenfirmen – alle abgelehnt. Hier weiß ich nämlich, was ich habe“, resümiert der gelernte Stahlbetonbauer und spätere Schlosser, der eigentlich Berufskraftfahrer werden wollte: „Leider fehlte mir dazu das Geld. Und da ich meinem Vater versprochen hab´, eine Lehre zu machen, war es dann eben der Stahlbeton.“ Doch ob Stahl oder Stapler, in seiner Freizeit setzt Jürgen Rduch mit seiner dritten Frau ganz auf Leichtigkeit und Tierliebe: „Ein belgischer Schäferhund und viele schwebende Fische im neuen Aquarium lassen mich den Stress vergessen“, freut er sich heute.

Weltweit unterwegs

Und Stress hatte er genug in den Jahren, vor allem als Schlosser: „Zwei Ehen sind kaputt, weil ich ständig auf Zaunbau-Montage war. Heute Kanada, morgen Malaysia und Heiligabend dann auf dem Flughafen. Mir war´s genug“. Jürgen Rduch schließt das Kapitel, wird „sesshaft“, spielt seine Stärken aus: „Teamarbeit ist mir wichtig, wenn ich irgendwo helfen kann – wobei das auch meine Schwäche ist, denn ich kann schlecht NEIN sagen.“ Trotzdem, wegen seiner direkten Art gilt er auch nicht gerade als JA-Sager: „Stimmt, da kommt nicht jeder mit klar. So bin ich eben“, meint der 55-Jährige.
Aber jetzt hat er JA gesagt; Ja zur Übernahme durch den Kunden, trotz eines vorerst nur einjährigen Vertrages. Bauchschmerzen? Jürgen Rduch wiegt den Kopf hin und her: „Jein. Klar sage ich mir, hoffentlich klappt das auch langfristig. Aber, gerade bei dem Kunden bin ich, wie bei adhoc selbst auch, eben niemals behandelt worden wie ein Zeitarbeiter! Und das war ausschlaggebend.“ Seine „Bilanz“ der Jahre hier in Duisburg klingt erfrischend schmerzfrei: „Es ist wie eine Familie; es war das große Los.