Mitarbeiter des Monats, Justin Sokoudjou (li). Der Hagener adhoc-Personaldisponent Felix Schwalm überreicht Präsent und Blumen

Leidenschaft Holz

Justin Sokoudjou – für ihn zählt Teamgeist

Wenn der 35-jährige Kameruner über seine berufliche Zeit in Afrika erzählt, leuchten seine Augen. Nach seinem Realschulabschluss möchte er Holzschnitzer werden; wie schon sein Vater. Justin Sokoudjou beginnt eine dreijährige Ausbildung und macht sich später selbstständig: „Hauptsächlich habe ich Tierfiguren hergestellt. Über zehn Jahre habe ich das gemacht, hatte sogar Ausstellungen an der Elfenbeinküste und in Marokko.“

Auch wenn Afrikas Künstler bekannt sind für ihre hervorragenden Schnitzereien, Justin Sokoudjou jedenfalls kann vom Verkauf seiner Kunst nicht wirklich leben: „Irgendwann habe ich dann versucht, als Klempner zu arbeiten, aber das auch nur für rund ein Jahr. Es gibt leider viele, viele Probleme in meiner Heimat und so bin dann 2014 nach Deutschland gegangen.“
Zu „adhoc“ findet der handwerklich enorm begabte Justin Sokoudjou gegen Ende 2016: „Ein Freund, der hier bereits arbeitet, hat von „adhoc“ geradezu geschwärmt“, erinnert sich der 35-Jährige. „Und es ist hier wirklich so, wie ich mir das Umfeld einer Firma vorstelle. Teamgeist und gute Kollegen finde ich hier; das ist wichtig für mich!“

Eine heute starke und zielstrebige Frau, die damals, mit „süßen Siebzehn“, noch ganz anders war: „Ich war froh, aus der ungeliebten Schule, in der ich keine Freunde hatte, endlich ´raus zu kommen! Mein Leben wollte ich halt leben, später dann Stewardess oder Kindergärtnerin werden. Die Ausbildung als Kindergärtnerin hab´ ich abgebrochen, weil es „wieder“ nur Schule war.“  Ein zweiter Versuch als Verkäuferin bei Harley-Davidson scheitert ebenfalls: „So ganz allein in dieser speziellen Männer-Domäne habe ich mich da nicht wohlgefühlt!“  Also jobbt sie hier und da und dort. Bevor sie sich bei „adhoc“ bewirbt, fährt sie in Teilzeit für eine Pizzeria Bestellungen aus: „Oh ja, so ab Mittag bis abends um 11 Uhr – Samstag, Sonntag, jeden Tag. Keine echte Freizeit mehr; berufliche Erfüllung war das nicht!“

Stärke Zuverlässigkeit

In diesem Umfeld blüht der 35-jährige Familienvater auf. Zuverlässig, pünktlich, erstklassige Arbeit – mit diesen Attributen macht sich Justin Sokoudjou einen Namen im Unternehmen und wird letztlich Mitarbeiter des Monats.
Und auch privat glänzt der junge Mann mit viel Engagement für seine Familie: „Da sind immerhin drei Kinder, um die meine Frau und ich uns kümmern!“

Daran, dass er in Deutschland glücklich ist, lässt er keinen Zweifel. Irgendwann mal zurück nach Afrika zu gehen, ist momentan nur eine entfernte Option für ihn: „Sicher möchte ich gern meine Familie dort in Kamerun besuchen, meinen Kindern meine Heimat zeigen – aber nicht im Moment. Der Unterschied zum Leben hier und dort ist riesengroß – zu groß für mich!“
Stattdessen denkt Justin Sokoudjou manchmal über einen Beruf nach, den er damals auch gern gelernt hätte: „Oh, LKW-Fahrer oder Mechaniker, das wäre schön gewesen. Aber in Kamerun gab es für mich damals leider keine Möglichkeit dazu!“