Mitarbeiter des Monats

Juli 2014 – Sammy Bourahla

Spaß trotz Handicap

MdM Juli heißt Sammy Bourahla – 
Er dachte an Waschmaschinen-Verkauf. Groß rumerzählt habe er es noch nicht, meint Sammy Bourahla beim Fototermin zum adhoc-Mitarbeiter des Monats. „Ich dachte am Telefon erst, man wollte mir eine Waschmaschine oder so etwas verkaufen. Ich und Mitarbeiter des Monats? – Gibt´s doch gar nicht!“ 

Gibt es doch – für verdiente Mitarbeiter, heißt es aus der Geschäftsleitung. Wie es eben der Hagener Sammy Bourahla ist, der nicht nur erstklassige Arbeit als Dreher leistet, sondern dies auch noch mit einem Handicap schafft. Der rechte Arm des 37-Jährigen ist kürzer als bei anderen Menschen: „Bei mir ist das von Geburt an. Ich komme aber sehr gut damit zurecht und hier bei adhoc hatte man bei meiner Einstellung auch keinerlei Probleme damit. Andere gehen da nicht so locker mit um“, meint der Vater einer Zwölfjährigen. Im Allgemeinen hat der gelernte Zerspaner es gut getroffen, obwohl er nach eigenen Worten zumindest ausbildungstechnisch „ein Spätzünder“ ist: 
„So mit ca. 21 oder 22 habe ich meine Ausbildung beim Berufsbildungswerk angefangen“, erinnert er sich. 

Metall ist seine Leidenschaft, die Jobsuche nach der Lehre aber mit Zweifeln behaftet. „Von Zeitarbeitsfirmen hatte ich bis dahin nur Schlechtes gehört. Doch weil gar nichts in Aussicht war, habe ich mich dann doch bei einem Personaldienstleister beworben.“ Doch der meldet sich nie bei Sammy Bourahla, der bald darauf einen Job bei einem Messerproduzenten findet.

Leider Arbeitslos

„Blechscheren haben wir hergestellt. Lange Jahre lief das gut, doch irgendwann später wurde ich leider arbeitslos.“ Aber nur für zwei Tage, weiß er noch: „Meine Stellenanzeige im Internet hatte nämlich schneller Erfolg als erwartet.

„Ich bekam einen Anruf von adhoc und wurde eingestellt, trotz meines Handicaps. Seit April 2012 bin ich hier! Alles, was ich vorher an Negativem über Zeitarbeit gehört habe, trifft hier nicht zu – ich bin zufrieden.“ Und auch beim Kunden selbst sei er von den Kollegen perfekt aufgenommen worden, meint „Metall-Fan“ Bourahla: „Ich habe sogar gehört, dass man „den Hut vor mir zieht“ – wegen meiner Leistung“, berichtet er. Wobei sicher auch seine Stärke besonderen Anteil hat: „Ich bin schon ein „Schnellmerker“ – verstehe also sehr zügig, was Sache ist.“

Nicht die einzige Grundlage der Leistung eines durchaus selbstbewussten Sammy Bourahla: „Ich muss Spaß am Beruf haben, sonst würde ich den nicht machen können!“ Und in diesem Rahmen hat er seine Zukunftspläne genau skizziert. Klares Ziel: „Einen Festvertrag haben. Es beruhigt einfach mehr“, meint der 37-Jährige. „Und ich brauche Ende des Jahres endlich ein Auto“, fasst er seinen Traum zusammen. Momentan nämlich fährt er auch im Winter mit seinem Moped zur Arbeit!