Mitarbeiter des Monats

Juni 2014 – Fatih Atik

Das Leben wird immer härter

So prägt Fatih Atik seine Wahl in Worte – er ist stolzer Mitarbeiter des Monats Juni geworden. Der 21-Jährige aus Neuenrade ist als Produktionsmitarbeiter tätig und seit Februar 2012 bei adhoc. „Zufall war das“, erinnert sich Atik: „Irgend jemand hat mir damals gesagt, ich soll mich hier bewerben. Mein erster Job war dann bei einem Felgenhersteller.“ Über den Job ist er froh; schwere Arbeit zwar, doch er macht sie gut. Und ist glücklich, überhaupt Geld verdienen zu können. Denn eine Ausbildung hätte er nach der Schule gern gemacht. „Wegen der Krise hat das nicht geklappt, ich hatte keine Lehrstelle.“ Also sucht er nach Arbeit, fragt bei Personaldienstleistern. „Es gibt heutzutage Viele davon und nicht immer findet man Gute“, resümiert der in der Türkei geborene junge Mann. „Aber ich muss und kann nach dreijähriger Erfahrung sagen, dass ich hier richtig gelandet bin!“ Als es jedoch bei dem Felgenhersteller arbeitsmäßig etwas ruhiger wird, lernt Atik auch, wie es ist, ohne Arbeit dazustehen: „Ich war etwa zwei Jahre bei dem Kunden dort im Einsatz und wurde nicht mehr gebraucht. Es war vorbei – und das war schon bitter“, weiß er noch. „Aber adhoc hat mich nicht hängen lassen. Ich habe mich in der Zeit ja beweisen können und man wollte mich unbedingt behalten. Jetzt arbeite ich wieder bei einem Automobilzulieferer und bin vollkommen zufrieden. Zu Hause rum zu gammeln – ne´, das ist nichts für mich!“

Große Ziele

Größten Wert legt der 21-Jährige übrigens auf eine gute Zusammenarbeit mit seinen Kollegen. „Wenn das nicht klappt, wird die Arbeit nicht gut. Das Klima muss stimmen, dann stimmt auch die Leistung!“ Bei ihm stimmt sie und die Einstellung dazu. Lob und Titel „MdM Juni 2014“ sind ihm deshalb sicher.  Wobei er grundsätzlich jede Aufgabe als Herausforderung ansieht – und darum schon mal zur Nervosität neigt, wenn er nicht weiß, was ihn erwartet. „Ja, das ist wohl eine Schwäche von mir“, gibt Fatih Atik zu. „Vielleicht setze ich mich selbst auch zu viel unter Druck, denn ich will das ja unbedingt schaffen.“ Und er hat sich für die Zukunft große Ziele gesetzt, die er verantwortungsbewusst angehen will. „Ja, das Leben wird immer härter; das merke ich gerade jetzt, wenn man älter wird.“ Deshalb wisse er recht genau, was bald auf ihn zukomme: „Ich muss vor allem einen guten Job machen, denn ich bin verlobt und heirate bald. Das kostet nämlich alles Geld – Ehe, Wohnung, Auto. Es wird schwer, ich weiß.“ Der glühende Fußballfan Fatih Atik hat von seinen Zielen schon manche erreicht. Eines jedoch, ohne sein Zutun – leider verfehlt. Die Fußball-WM ohne die Türkei? „OOHH, Themenwechsel bitte!“  Immerhin, noch ein Ziel – für´s nächste Mal.