Mitarbeiter des Monats

Juni 2017 – Semih Arslan

 

Blumen und Präsent – ein Tag wie kein zweiter für ihn.
MdM Semih Arslan wird  beglückwünscht vom Hagener Disponenten Felix Schwalm (li).

Arbeite gern für mehr Knowhow

Semih Arslan – Wissbegierig und zeitbewusst

„Heute war Abnahme der Zuckerrohr-Maschine, die wir gebaut haben. Läuft super!“ Maschinenbauer Semih Arslan ist überaus stolz auf das Produkt seiner Firma, in der er mit Feuereifer tätig ist. Dass er am selben Tag auch noch als adhoc-Mitarbeiter des Monats geehrt wird, macht ihn quasi „sprachlos“.  Aber er sieht sich damit in seiner Einstellung zur Arbeit bestätigt: „Deutschland gilt ja als Land der Dichter und Denker. Und ich arbeite sehr gern dafür, dass unser Knowhow weiter so geschätzt wird. Das ist wirklich wichtig für mich!“

Der 53-Jährige ist gelernter Werkzeugmechaniker und Maschinenbau-Ingenieur. 1996 hat der Lüdenscheider seine letzte Klausur geschrieben, aber: „Leider habe ich wegen meiner Balbuties (Stottern) keine Ingenieursstelle bekommen, denn da muss man manchmal auch etwas zur Maschine erklären. Eigentlich traurig, aber… Ok.“  Umso lieber erinnert er sich an den zweiten Mai 2015 zurück; der Tag, an dem er bei adhoc anfing: „Ich denke, die Firma hat mir ein Fundament für mein persönliches Weiterkommen geschaffen“, resümiert der Vater einer erwachsenen Tochter. Die studiert in den USA das, was eigentlich sein Traumberuf war: „Ja, Mediziner wollte ich damals werden, doch die Numerus-clausus-Hürde erwies sich etwas zu hoch für mich.“ Heute ist das für ihn Geschichte; lieber wendet sich der hochintelligente Mann, neben seinen Maschinen, anderen Dingen zu.

Gedanken zur Zeit

 Persönliche Bilanz: „1.177 Bücher habe ich bis heute gelesen und möchte bald selbst eines schreiben.“ Inhaltlich wird es dabei wider Erwarten nicht um Maschinen gehen, sondern um das Systemdenken und dessen Auswirkungen. Es ist nicht seine erste Veröffentlichung: „In der „Frankfurter Allgemeinen“ und einigen regionalen Zeitungen sind Artikel von mir erschienen, aber da ging es mehr um politische Themen“, sagt Semih Arslan.

Der 53-Jährige macht sich um vieles auf dieser Welt Gedanken. So etwa um seine Stärken, die er anders als Andere sieht: „Ich versuche immer, nicht zu denen zu gehören, die erst nach dem Reden nachdenken!“ Auch für seine Zukunft präsentiert er eine ganz eigene Sichtweise: „Man muss sich seine Ziele ständig neu setzen, sich persönlich weiter entwickeln!“ Und er zitiert dazu Sokrates, den griechischen Philosophen, der vor rund 2.500 Jahren lebte: „Jeden Tag weiß ich auf´s Neue, wie unwissend ich noch gestern war.“ Danach lebt und arbeitet Semih Arslan. Als Denker für mehr Knowhow.