Stolz auf Geleistetes: Schichtführerin Angelina Rudolph (re) empfängt Glückwünsche und Blumen aus der Hand von Disponentin Andrea Liehr

Von einem Tag auf den anderen

Angelina Rudolph – die Aufsteigerin

„Es war mein Start in ein geregeltes Arbeitsleben“, sagt die heute 29-Jährige Hagenerin über ihren Einstieg als Verpackerin bei „adhoc“. Seit Mai 2016 ist sie in einem Kundenbetrieb für Befestigungsteile aktiv, hat Eindruck hinterlassen. Niemals aber hätte sie auch nur zu träumen gewagt, bereits nach sechs Wochen als Schichtführerin große Verantwortung tragen zu dürfen: „Denn als meine Teamleiterin damals zu mir kam, dachte ich erst, es gäbe ein Problem“, erinnert sie sich. Doch weit gefehlt – Angelina Rudolph fällt die Leiter hinauf – lernt von einem Tag auf den anderen neue Kolleginnen an, teilt Fahrern ihre Aufgaben zu, beweist Durchsetzungsvermögen! „Ich glaube, ich mach´ mich ganz gut“, schätzt sie sich selbst ein.

Eine heute starke und zielstrebige Frau, die damals, mit „süßen Siebzehn“, noch ganz anders war: „Ich war froh, aus der ungeliebten Schule, in der ich keine Freunde hatte, endlich ´raus zu kommen! Mein Leben wollte ich halt leben, später dann Stewardess oder Kindergärtnerin werden. Die Ausbildung als Kindergärtnerin hab´ ich abgebrochen, weil es „wieder“ nur Schule war.“  Ein zweiter Versuch als Verkäuferin bei Harley-Davidson scheitert ebenfalls: „So ganz allein in dieser speziellen Männer-Domäne habe ich mich da nicht wohlgefühlt!“  Also jobbt sie hier und da und dort. Bevor sie sich bei „adhoc“ bewirbt, fährt sie in Teilzeit für eine Pizzeria Bestellungen aus: „Oh ja, so ab Mittag bis abends um 11 Uhr – Samstag, Sonntag, jeden Tag. Keine echte Freizeit mehr; berufliche Erfüllung war das nicht!“

Ohne Bauchschmerzen

Und sie resümiert: „Ja, hätte ich mal. Den Satz „Ohne Ausbildung, etc…“ habe ich mir oft anhören müssen!“ Aber nicht nur, was die Freizeit angeht, hat Angelina Rudolph nun wesentlich bessere Karten: „Mein Freund hat ´ne kleine Tochter, mit der wir viel unternehmen. Dann kommt der Haushalt und einen Hund habe ich ja auch noch“, lacht sie.  Auch beruflich könnte sie es kaum besser haben; zumal der 29-Jährigen Eines besonders wichtig ist: „Ich möchte gern ohne Bauchschmerzen zur Arbeit fahren. Und hier freue mich immer auf die sehr gute Zusammenarbeit mit meinen Kolleg/Innen. Dafür tue ich auch gern etwas. Falls zum Beispiel für meinen Job ein Staplerschein nötig wäre, mache ich den, klar!“ Angelina Rudolph ist stolz auf die ihr seinerzeit unerwartet anvertraute Aufgabe und sie freut sich darüber, Mitarbeiterin des Monats zu sein: „Momentan läuft´s gut, ja.“