adhoc-Disponentin Heyca Kaschuba ehrt „den Joker“: Panagiotis Kotsampougikidis (66)

Der Joker

Panagiotis K. – ein Familienmensch

„Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an“. Auf kaum einen Menschen könnte diese Textzeile aus dem Lied des unvergessenen Udo Jürgens besser zutreffen als auf ihn – Panagiotis Kotsampougikidis. Er ist Grieche, Familienmensch, Großvater, Rentner und – adhoc-Mitarbeiter des Monats! Mit satten 66. In einem Alter, in dem andere längst die Füße hochgelegt haben, fährt Panagiotis K. noch immer mit einem Gabelstapler im Kundenbetrieb von A nach B. „Ich hab´ Spaß daran“, sagt Panagiotis, der nicht gern zu Hause rumsitzt. „Ich bin noch fit, meine Frau muss sowieso noch zwei Jahre arbeiten, also, warum nicht?“ lächelt der liebenswerte Grieche. Rund fünf bis sechs Stunden stapelt Panagiotis K. täglich, auf Nachtschicht – mit der Erfahrung von 28 langen Stapler-Jahren bei Thyssen. Bei adhoc ist er seit Februar 2018. Dass er jetzt Mitarbeiter des Monats ist, hat ihn gefreut und überaus stolz gemacht. Auch, wenn er sich seinen Lebensweg eigentlich anders gezeichnet hatte: „Dreher wollte ich nach der Schule werden, bin drei Jahre zur Berufsschule gegangen. Aber geklappt hat es leider nicht“, bedauert Panagiotis K., dessen Leben dennoch „in Schuss kommt“. Er macht viele Jobs und später sogar mitsamt Familie einen Imbiss in Hagen auf. Doch nur Gyros und Griechischer Wein reichen irgendwie nicht – nach drei Jahren geht er zu Thyssen. „Das war gut für mich“, bilanziert Panagiotis K.

Das Beste

Fast drei Jahrzehnte folgen, in denen er mit seiner Lebenseinstellung hervorragend klarkommt: „Das Beste machen, das Beste kriegen“, lächelt Panagiotis, der sich eines immer sagt: „Mein Chef muss zufrieden sein mit mir und ich mit ihm! So ist es gut.“ Und es könnte kaum besser auf Panagiotis passen, denn sein Chef im Kundenbetrieb hat ihm schon mehrfach mit einem Satz den Tag versüßt: „Ja, der sagt: Schau mal, im Notfall bist du immer da. Du bist mein Joker.“ So ist Pangiotis K. eben – verlässlich zuverlässig, stressfest, abgeklärt. So geadelt, ist es dann nur noch eine Frage der Zeit, bis solche Menschen in die Mitarbeiter–des-Monats-Familie aufgenommen werden. Apropos Familie – auch da gibt der 66-Jährige sein Bestes: „Wann immer ich kann, fahre ich meine Frau natürlich zur Arbeit oder hole sie ab. Meine Tochter hat uns zwei Enkelkinder geschenkt, die mich fordern – es ist also noch genug zu tun für mich.“ Und dies gelte auch für seine Zukunft, meint Panagiotis K.. Wichtig sei aber auf jeden Fall die Gesundheit. Vorgesorgt hat er zumindest, was die Freizeit in den nächsten Jahren angeht: „Ich hab´ ein Haus in Griechenland; da kann man mal zwei bis drei Monate bleiben. Aber eigentlich ist mein Platz hier, bei meinen Kindern!“ Und wieder passt eine Zeile von Udo Jürgens: „Mit 66 Jahren, ist noch lang noch nicht Schluss“.